Folke Paulsen – Vita

Zu »Monsieur Ibrahim und
die Blume des Koran«

Der gelassene, altersweise Gegenpart ist Folke Paulsen als Monsieur Ibrahim. Seine bloße Präsenz macht ihn zum ruhenden Pol des Stückes. (…) Paulsen schlüpft auf der Bühne auch in die Rolle des eisigen Vaters, der am Ende verzweifelt aus Momos Leben verschwindet. Wenn er den Kittel des Ladenbesitzers ablegt, verwandelt er sich: Seine Stimme verliert an Volumen, seine Körpersprache erstarrt. Mit wenigen Mitteln gelingt es dem Schauspieler ganz unterschiedliche Charaktere mit Leben zu füllen. (Berliner Morgenpost, 16.07.2009)

Zu »Joseph« (Musical)

Nicht zu vergessen Folke Paulsen, der aus seinem Auftritt als Pharao/Elvis ein Kabinettstück macht. (Offenbacher Post, 04.01.2007)

Schauspielerisch wusste vor allem Folke Paulsen zu überzeugen, der als Pharao im Elvis-Look die weiblichen Fans in seinen Bann zog. Er mußte nach der äußerst realistischen Imitation des „King of Rock'n'Roll“ gleich noch eine Zugabe anstimmen.
(Ruhr-Nachrichten, 02.01.2007)

Über Jago in »Othello«

Im Ganzen eine agressive, sehr männlich-düstere Inszenierung, die sich vor allem auf den schlangenartig intrigierenden Jago von Folke Paulsen stützt. (Theater der Zeit)

Wohltuend, dass die Schauspieler den theoretischen Anspruch halten, sogar übertreffen können. Allen voran Folke Paulsen als Jago: Rachsucht zerfrisst ihn, der obendrein die schöne Desdemona auf seine Weise liebt. (Freie Presse Chemnitz)

Sein Gegenspieler ist Folke Paulsen – verteufelt gut in der teuflischen Rolle des Jago, ein Vertrauter, dem man den Hundsfott auch heute schwerlich anmerken würde. (Chemnitzer Morgenpost)

Über Sweeney Todd in »Sweeney Todd«

Tragende Rollen bei diesem grausamen Spiel verkörpern Folke Paulsen und Marie-Luise Beer. Dabei ist der „Teufelsbarbier“ Folke Paulsen nicht nur ein ausgezeichneter Schauspieler sondern ein ebensolcher Sänger, der den umfangreichen Part als Ehemann und Vater, aber auch als kalter Rächer hervorragend meistert. (Erzgebirgs Rundschau)

Folke Paulsen gestaltet seinen Sweeney Todd, im Untertitel „Teufelsbarbier“ genannt, sehr plastisch und menschlich. Er zeigte ihn als facettenreichen Charakter, der am entmenschten Justizapparat und der menschenfressenden Welt zerbrach. Stimmlich markant und schauspielerisch intensiv verlieh er der Inszenierung Rückgrat, Ernst und garantierte für Anteilnahme. (Freie Presse Chemnitz)

Folke Paulsen ist Sweeney Todd in Gestalt und Nuancen. Sehr genau trifft er den Ton des verbitterten Menschen. (Blitz Chemnitz)

Zu »Der Bär« und »Der Heiratsantrag«

Kaum zu glauben, dass Anton Tschechow derart derb-lustige Schwänke geschrieben hat. Den Beweis liefert das Clubtheater Berlin mit den Einaktern »Der Bär« und »Der Heiratsantrag«. (…) Emotionen peitschen auch im zweiten Stück »Der Bär« hoch. Folke Paulsen erweist sich als brummiger Junker Smirnow als Erzkomödiant, der bei der Witwe Popova gewaltsam Schulden eintreiben will und schließlich schwerverliebt vor ihr auf den Knien herumrutscht. (Berliner Morgenpost, 25.10.2009)

Verdienst des Schauspielertrios um Silke Jensen, Folke Paulsen und Friedhelm Ptok ist es, durch präzise und emotional gut geführte Spielweise die Strahlkraft dieser dramatischen Fingerübung Anton Tschechows zur Geltung zu bringen. Paulsen scheut nicht davor zurück, die Stattlichkeit wie auch die Erbärmlichkeit des Heiratskandidaten Lomow herauszustellen, er schöpft aus der Figur selbst und bringt den in Frack und Zylinder gekleideten Gecken ins 21. Jahrtausend herüber. (Neues Deutschland, 30.10.2009)

Zu »Der Bass, das Piano, der Römer
und die Dame«

Der Musikwissenschaftler Hirtinger brennt zum guten Schluss mit der Hoteliersgattin durch und düpiert damit den Wirt. Der spektakuläre Abend wird getragen durch das brilliante Spiel und Singen von Folke Paulsen, der dem weltfremden Professor mit profundem Bass ein markantes Profil verleiht. (zitty berlin, 08.11.2008)

Über Cyrano in »Cyrano de Bergerac«

Folke Paulsen spielt die verschiedenen Facetten des Dichters, Edelmanns und Abenteurers Cyrano genüsslich aus, ist ein temperamentvoller Heißsporn mit deftigen Zügen, schlägt sich und wütet, wenn er sich in seiner Ehre gekränkt fühlt. Sehr zu berühren versteht er in den stillen Momenten, wenn dem Helden die Aussichtslosigkeit seines Liebesverlangens allzu deutlich wird. (Freie Presse Chemnitz)

Über Hans in »Ab heute heißt du Sara«

Am stärksten haften aber bleiben Folke Paulsen, der als Inges Freund Hans Rosenthal mit wenigen Mitteln eine enorme Präsens entwickelt … (Leipziger Volkszeitung)

Über Bruno in »Dogs«

Folke Paulsen als Bruno ist sowas von wild, kraftvoll, bissig, knurrig und hundsgemein, dass es eine Freude ist. Von seinen gesanglichen Qualitäten ganz zu schweigen. (Leipziger Volkszeitung)